Dienstag, 13. März 2012

Visual Storytelling

Hatte heute beim Webmontag im Coworking Space in Salzburg einen Vortrag zum Thema Visual Storytelling. Wie bringt man mehr Emotionen in Diaserien für Soziale Netzwerke. Ein herausforderndes Thema, dem ich mich als Fotograf praktisch täglich stelle.
Das wichtigste ist der Start der Bildergalerie mit dem besten Bild, nicht mit irgendeinem Bild und auch nicht chronologisch vorgehen. Dabei muss ich mir die Gesamtbotschaft meiner Web-Galerie immer wieder vergegenwärtigen. Was will ich erzählen? Was ist die Kernbotschaft? Die soll sich auch im ersten Bild spiegeln.
Erst dann beginne ich mehr oder weniger chronologisch mit meiner Geschichte. Dazu gehören Menschen, Deko, Details, Überblicksbilder. Alles soll letztendlich einen bunten Mix ergeben. Das Auge darf nicht ermüden und muss ständig neue Überraschungen präsentiert bekommen. Nur so werden meine Bilder in der Pics-Flut überleben und überhaupt wahrgenommen.
Bilder, die sich länger als ein paar Sekunden einprägen, transportieren eine Geschichte. Sie funktionieren ohne Text.
Wenn dann noch Promis am Bild sind - noch besser. Bekannte Gesichter bringen noch mehr Emotion.

Für die Webvideos gilt ähnliches. Hier ist die klare Botschaft: Kurz. Die wichtigste Message zuerst. Ein Webvideo behält sich den spannendsten Teil nicht zum Schluß auf, denn dann ist der Kunde meist schon beim nächsten Video.
Hier muss ich zu Beginn alles aufbieten, was an guten und spannenden Interviews oder Bilder zu haben ist. Alle 10 Sekunden muss man mit neuen interessanten Aussagen oder visuellen Überraschungen den Seher neu in seinen Bann ziehen. Denn nirgends agieren wir so gnadenlos wie im Web. Was nicht gefällt oder langweilt wird weggeklickt. (dw)

Freitag, 3. Februar 2012

Ihr Firmenvideo zum Einstiegspreis.

Dem Bewegtbild gehört die Zukunft. Es steigert die Aufmerksamkeit, transportiert Emotion und Individualität.
Zeigen Sie das Gesicht ihres Betriebes, bringen sie ihr Know How auf den Punkt.
Und das beste: Google liebt Videos. Sie werden noch schneller und besser gefunden.

Transportieren sie ihre Inhalte auf die einfache Art.

Firmenvideo jetzt ab 300 E (Angebot gilt nur noch bis Ende Februar)

(Drehzeit: max 1h vor Ort, Schnitt, Sprecher, ev. akmfreies Musikbett )
Besispiel: Eröffnungsankündigung der Boutique Luna Dress Design : http://youtu.be/3eLf_AleuIw


Wir stellen ihr Video auf youtube und sie bekommen es als .mp4 Dokument auf CD

Sie können ihr Video auf ihren Seiten jederzeit einbinden (Homepage, facebook, ..)
Sie können ihr Video in ihrem Newsletter verschicken
Sie können ihr Video auf Messen einsetzen
Sie können ihr Video bei Präsentationen verwenden
Sie können ihr Video auf diversen anderen Internet-Channels platzieren
Sie können ihr Video auf ihren internen Bildschirmen einsetzen

Außerhalb der Stadt Salzburg werden km Spesen verrechnet.
Jede weitere Stunde Drehzeit: 90E
Gebauter Beitrag mit Interviews: ab 500E
(wie z.B. für das Kartenbüro Polzer: http://youtu.be/4VxhmAb5YVo )
(20 min Besprechung über wichtigste Inhalte, gemeinsames Texterarbeiten, 40 min Drehzeit , Interviews, Sprecherin, akm freie Musik, keine Grafik, keine Logoeinbindung: 500E)

Ergänzungspackage Fotos: 200E
15-20 Bilder pressefoto- und internettauglich: Shop Überblick, Details, Chefportrait und ev. Mitarbeiter.

Vereinbaren Sie jetzt ihren Drehtermin. Tel. 0662/620126 oder foto@wildbild.at

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten wünscht wildbild



Liebe Kunden und Freunde,

wir wünschen Euch und uns ein paar ruhige Weihnachtstage um dann wieder voller Energie in 2012 zu rutschen.
von 24.12. - 26.12. gönnen wir auch unseren Kameras Weihnachtsfrieden. Dann geht es wieder los: Fotoreportagen, Hochzeitsfotos, Modefotos, Pressebilder, Societyfotos, Incentives, Eventfotos und natürlich geben wir auch in unserem Web Video Bereich wieder Gas. In unserem Fotostudio freuen wir uns auf ihre Legeware, zahlreiche Model-Shootings und spannende Produkte.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Doris, Günter, Max, Nadine und Sandra

Freitag, 9. Dezember 2011

Vorweihnachtliches Erlebnisshopping



Pünktlich zum 8. Dezember haben die Salzburger Einkaufszentren der SES im Europark und im Forum 1 neue Highlights aus dem Ärmel gezaubert: Im Europark hat Hollister eröffnet. Für die, die jetzt denken na und? - und was ist das? - sei gesagt: d i e angesagte Freizeitmode aus California. Sufermode aus dem Haus Abercrombie & Fitch. Und zum passenden Feeling standen die gut gebauten Bademeister vor der Tür. Die froren zwar ein bisschen, weil Österreich eben nicht Kalifornien ist, hatten aber mindestens so einen perfekten Body wie die Beachboys. Ich selber hab trotzdem noch kein Shirt gekauft, aber das kann sich nur noch um Stunden oder maximal ein paar Tage handeln. Dann, wenn ich ohne Schlange-Stehen hineinkomme, schlag ich zu. Dabei gehört das zum Konzept und ich weiß: Ich bin in NY und in London für die Sweater angestanden und jetzt, wo ich sie vor der Haustüre habe, bin ich mal nicht die Erste. Dafür hab ich die ersten Fotos und ein Web Video gemacht. Danke Europark!
Tags darauf eröffnete im Forum1 die neue Panoramabrücke. (Ja, Beatrix ich weiß - FORUM 1 schreibt man groß und mit Pause zwischen dem 1, ist aber auch wegen Google :))). Jetzt jedenfalls ist das Forum 1 fast doppelt so groß wie vorher und man kommt trockenen Fußes von einem Teil in den anderen. Zum Opening zogen die Swing Company und akrobatisch verspielte Morphs durch die Mall und trieben in den Shops so manchen Schabernack. Ich hatte wieder einmal richtig Spaß an meinem Fotojob. Ein Eventfoto Auftrag ganz nach meinem Geschmack. Mit Webvideo natürlich. Nachdem ich untertags rund 50x an den Coffee Fellows und ihren Kuchen vorbeigegangen bin, war dann am Abend Schluss mit guten Vorsätzen. Mein Abendessen bestand aus Cupcakes. Sehr lecker. ... und der beheizbare Anorak von Hervis geht mir auch nicht aus dem Kopf... brauch ich den?

Sonntag, 27. November 2011

Foto Session als Weihnachtsgeschenk



Was zu Weihnachten schenken? Eine Fotoshooting zum Beispiel. Bei den wildbild Fotografen im wild&team Fotostudio. Das kann natürlich ein Gutschein sein, oder aber auch schon vor Weihnachten und ihr schenkt die fertigen Bilder. Als Überraschung für den Freund die Aktfotos, als Überraschung für die Oma die Enkerl beim Spielen oder malen. Das geht ganz einfach: Ihr ruft bei uns an: 0662/620126 und vereinbart einen Termin. Wollt ihr die Bilder im Studio machen oder an einer bestimmten Location? Wenn ihr ins Studio kommt, solltet ihr ungefähr wissen, in welche Richtung ihr euere Foto Geschichte anlegen wollt. Welche Farben sollen dominieren, welcher Stil gefällt euch? Wenn wir on Location shooten, muss natürlich das Wetter passen, wenn das Outdoor ist. Im verschneiten Wald tun wir uns momentan schwer :).
Wieviele Fotos werden gemacht? Das kommt ganz darauf an, was ihr wollt. Bei uns wird nach Stunden abgerechnet. Alles Material, das entsteht gehört euch. Ihr bekommt alle Bilder aus dem Shooting auf CD oder DVD mit. Wir bearbeiten allerdings nur die, die ihr euch aussucht. Auch hier wird nach Stunden abgerechnet.
Ideen gesucht? Ihr könnt vom Kalender mit 12 verschiedenen Motiven über ein Fotobuch (da wird es für Weihnachten schon eng, da müsstet ihr euch schnell entscheiden) bis zu einfachen Grußkarten alles machen.
Wenn die Zeit nicht reicht, dann schenkt doch einfach einen Gutschein. Auch den können wir individuell nach eueren Vorgaben gestalten.
Übrigens: Die Kosten für ein Studioshooting inklusive Bearbeitung der besten Bilder kostet rund 250 E. Alle Rechte inklusive. Bilder auf CD/DVD.
Habt ihr keine Zeit, die Oma/Tante zu Weihnachten persönlich zu besuchen? Dann schickt eine Grußbotschaft per Video. Einfache Web Video Grußbotschafen ab 250E.

Dienstag, 11. Oktober 2011

wildbild im Einsatz als Eventfotografen


Die Fotobeispiele sind von der Best of Events Austria copyright: wildbild

Als Eventfotograf muss man vielseitig sein und alle Bereiche der Pressefotografie und Societyfotografie beherrschen. Dazu gehört dann noch eine Portion Spaß an der Sache und Durchhaltevermögen, denn meistens dauern Events länger als 8 Stunden und die Bilder müssen ja auch möglichst schnell online stehen. Für uns alles kein Problem, weil wir sowieso schnell, flexibel und verliebt in unseren Job sind. Incentives oder Events zu fotografieren, macht uns allen Spaß. Da tauchen immer wieder neue Herausforderungen auf.
Vor dem Event gilt es die Deko zu fotografieren, die Location von außen, von innen, Logos, Transparente, Vorbereitungen.
Dann kommen die ersten Gäste. Sollen wirklich alle fotografiert werden oder geht es nur um eine Stimmungsreportage? Soll der Event auch für Pressezwecke wie Presseaussendung, Interviewfotos oder Fotoreportage verwendet werden oder will man sich in Social Media Plattformen wiederfinden? Das muss vorab geklärt werden. Das Pressefoto, das den Event symbolisiert, soll möglichst vorab fotografiert werden. Die richtigen Personen in den richtigen Kombinationen gibt es nicht zufällig mittendrin. Das muss man stellen. Die Bildsymbolik will überlegt sein.
Dann folgen natürlich die Bühnenfotos: Reden, Shows.. Hoffentlich passt das Licht. Das ist immer unsere größte Sorge. Ohne perfektes Weißlicht von vorne wird es schwierig. Schatten im Gesicht stehen keinem Redner. Blitzen stört die Stimmung. Wissen alle Gäste, dass ihre Bilder eventuell veröffentlicht werden? Hängt da irgendwo ein Infoblatt?
Fotos während des Essens zu schießen, ist eigentlich ein NoGo. Manchmal geht es nicht anders, wenn wirklich alle Tische oder Personen systematisch durch fotografiert werden müssen. Wir achten darauf, dass keiner isst und versuchen leere Teller auszublenden. Je mehr Gestik bei den Gesprächspartnern, desto besser fürs Foto. Man will ja Emotionen transportieren.
Sind jetzt auch noch Action, Sport und Spiele angesagt, sollte man am besten auch noch Sportfotograf sein. Um die Action zu transportieren, bedarf es oft ungewöhnlicher Positionen. Von ganz oben oder auch mal von ganz unten wirken Situationen noch spektakulärer. Wir nutzen alle möglichen Perspektiven und das Naturlicht und versuchen so festzuhalten, was los war: Spaß, echte Gefühle, Zusammenhalt, Ehrgeiz und die Gewinnerlächeln.
Wollen Sie jetzt ihre besten Bilder zum Dessert als Diashow zeigen oder sollen die Bilder tags darauf auf einer Online-Galerie zum Download stehen? Wir machen es möglich. Sollen einzelne Eindrücke oder Interviews auch als einfaches Web Video zur Verfügung stehen? Wenn wir das alles vorher wissen: Auch kein Problem. Dann kommen wir zu zweit oder dritt. Je nach Aufwand.
Und im Nachhinein bekommen ihre Gäste alles auf CD nachgeschickt oder vielleicht sogar ein Fotobuch? Eindrücke, die bleiben, von denen weitererzählt wird. Schließlich geht es auch um möglichst einprägsame Nachbereitung. Ihr Event soll ja nicht nur eine kurze Sternschnuppe gewesen sein, sondern möglichst lange nachglühen.

Samstag, 3. September 2011

Burlesque Show bei Altstadt Fashion Weeks Opening



Mode und Modefotos sind eines der Lieblingsgebiete der wildbild Fotoagentur. Wir lieben Mode. Je kreativer, desto besser. Naja, ein paar konservativere Kollegen haben wir auch :). Und keine Angst: Wir passen und den Auftraggebern an. Meistens jedenfalls.
Für die Fashion Weeks in der Altstadt durften wir die Modefotos machen. Laufstegfotos sind meine Leidenschaft, seit ich mal bei der New Yorker Modewoche fotografieren durfte. Die Salzburger Altstadt Fashion Weeks dauern bis Mitte September und in allen Shops wird hier Mode präsentiert. In den Kavernen zeigten Herrenmode Wanger, Napapijri, Erika Eibl und die Erotik Boutique Atemlos ihre aktuellen Herbst-Winter Kollektionen. Normalerweise sind bei Modethemen die Männer ja unterrepräsentiert. Diesmal nicht. Grund war die Special Show des Cirque Rouge mit dem Viennese Burlesque Projekt in den Pausen der Modeschau. Ein wirklich gelungener Auftakt! Wichtig für uns Fotografen: Gutes Licht (Weißlicht von vorne), ein nicht allzuhoher Laufsteg und genug Platz zum Arbeiten am vorderen Laufstegende. Den haben wir uns selbst geschaffen, indem wir die eng am Laufsteg stehenden Sitzreihen vorher in der Mitte geteilt und weiter zurückgeschoben haben. Aber bei drei Kamerateams und rund 10 Fotografen (darunter etliche Hobbyknipsis) muss man vorab die Bedingungen perfektionieren.

Samstag, 20. August 2011

Nacht der Kaiser 2011



Alle Jahre wieder: Des Kaisers Geburtstag in Bad Ischl. Die Ischler vermarkten sich als kaiserliche Sommerresidenz wirklich ganz gut. Wir dürfen alljährlich für den Tourismusverband im Auftrag der Agentur Princess die Nacht der Kaiser via Web Video und Fotoreportage dokumentieren. Inklusive Presseverteiler. Ein Auftrag, der Spass macht. Schließlich ist eines meiner Lieblingsgebiete die Eventfotografie. Davon kann ich gar nicht genug bekommen. Am liebsten täglich! Wenn das dann noch so tolle Veranstaltungen sind wie die in Ischl und auch jährlich das beste Wetter, dann freut uns das umso mehr. Wir von wildbild sind eben die Eventdoku-Kaiser! Zählt schließlich auch.

Montag, 15. August 2011

Festspieltagebuch Teil7: War´s das schon?

Ich hatte heute erstmals wieder Zeit, an die Zeit danach zu denken. Festspiele ok, aber was dann? Das ganze Jahr über müssen wir in Salzburg ja auch von Fotografie leben. Meine zweite Passion sind ja die Web Videos. Bewegtbild Collagen. Perfekt für den Einsatz in Social Media, blogs, Homepages. Man bringt damit Emotionen einfacher an den User. Jetzt in der Festspielzeit hatten wir nur ein Teaservideo für das Schlusskonzert der Sommerakademie gemacht. Auch eine Idee, eine Veranstaltung zu bewerben. Web Videos eignen sich für so vielfältige Zwecke: Zur Event Nachberichterstattung, um Events anzukündigen, im Tourismus, um Landschaften, Hotels, Freizeitaktivitäten für fast alle Sinne ansprechend zu transportieren.
Fehlt nur noch der Geruchslaptop. Das wär ja auch eine Idee für die Festspielaufführungen: Den Geruchsbildner. Wird zwar schwierig, die gut duftende Society oder die verschwitzten stärkeren Männer (warum sitzen die eigentlich immer vor- oder neben mir) zu übertünchen, aber das wär ja mal was Neues. (naja, nicht ganz. Inszenierte Geruchswolken gab es schon des öfteren, aber man ist noch weit weg von einer professionellen Bühneneinbindung. Wär ein neuer Berufszweig - oder?)
Ich merke schon, ich schweife ab. Das passiert oft an stressfreien Tagen. Da kommen mir dann alle möglichen Ideen. Hat eigentlich schon jemand ein selbstglättendes Bügelspray für den Wäschetrockner erfunden?

Ich war ja beim Festspieltagebuch. Also: Nach Prinzessin Madleine kam Gottschalk. Am ersten Tag noch zickig (weil Jetlag), tags darauf dann der gewohnte Sunnyboy für die älteren Damen. Für 60 sieht er wirklich gut aus, nur sein oberlehrerhaftes Auftreten wird immer schlimmer. Meldungen ins Antenne-Mikro wie "heute geht´s um Shakespeare, also auch schweres Brot - nix für euere Hörer" sind einfach nur arrogant. Geht gar nicht. Die Alternative wär natürlich gar nichts zu sagen - da wären wir noch saurer. Oder vorher nachzudenken - ist wirklich harte Arbeit, wenn man jede Minute etwas Gescheites sagen soll. Ich verzeih´s dem Thomas, weil ich ja auch viel Blödsinn rede und schreibe, obwohl ich weiß, dass Nachdenken den allgemeinen Web-Müll reduzieren würde. Ist aber zu anstrengend und im Google Ranking geht es ja eh nur um die richtigen Stichworte.

Karl Theodor zu Guttenberg wollte eigentlich gar nicht und dann nur ohne Aufsehen fotografiert werden. Schade um seine Karriere, ich war ein echter Fan von ihm. Ohne Doktorarbeit wäre er heute weiter.

Die letzten drei Tage standen für mich wieder ganz im Zeichen der Nestlé-Festspielaktivitäten. Der Young Conductors Award wurde heuer zum 2. Mal verliehen. Eine wirklich stimmige Idee für den Hauptsponsor, zumal Nestlé-Chairman Peter Brabeck-Letmathe ja mal selbst Dirigent werden wollte. Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich auch Brabeck-Fan bin? Von ihm kann man echt was lernen. Seine Authentizität kann gar nicht gespielt sein, das hält keiner drei Tage lang durch und ich war täglich fast 16 Stunden an ihm dran. Er blieb immer cool, beantwortete jede Journalistenfrage souverän, spielt keine Rolle sondern nur sich selbst und lebt seine Konzernphilosophie und ist super unkompliziert. Da könnte sich manches Red Carpet Sternchen ein Beispiel nehmen. Aber die großen Manager sind sowieso immer unkompliziert. Die großen Stars auch. Nur die Manager und Sekretäre eine Stufe darunter können schwierig sein. Machtdemonstration haben wirklich Mächtige nicht mehr notwendig.
Was blieb eigentlich bei mir vom heurigen Round Table hängen? Schafft Kunst und Kultur Identität? So spannend wie im Vorjahr war es nicht. Identität ja. Kultur kann die Welt nicht grundlegend verbessern. Oder doch? Brabeck erzählte von der initiative Waffentausch gegen Musikinstrumente. Wenn nur ein Kindersoldat umdenkt, war es die Sache schon wert.

Ach ja und bevor ich es vergesse: Die Bewegtbildcollage als Fortsetzung des Fotografen-Hinter den Kulissen-Themas: :)



Samstag, 6. August 2011

Festspieltagebuch Teil 6: Die Magie des Roten Teppichs

Nein, ich geh heute nicht in den Festspielbezirk. Selbst mit dem Risiko was zu versäumen. Gloria wurde heute Mittag im Hirschen gesehen. Die von Thurn und Taxis. Madleine von Schweden soll auch schon in der Stadt sein. Die Schwester einer Kollegin will sie gesehen haben. Wenn sie heute wirklich schon da ist, geht sie sicher im Rahmen des Amadeus Weekend zum Dinner in der Casa Austria. Da kommt man sowieso nicht rein.
Ich krame krampfhaft in meinem Unterbewusstsein nach Ausreden, warum es keinen Sinn macht, sich in die Fotografenschlange vor dem Festspielhaus einzureihen und ertappe mich, dass mein schlechtes Gewissen in mir nagt. Naja, schon mehr: mich auffrisst.
So wie gestern. Da wollte ich nach der Premierenauffahrt zu Cosi gleich nach Hause. Bilder bearbeiten und dann schlafen. Doch die Kollegen blieben noch zur Konzertauffahrt. „Man weiß ja nie“... und den Roten Teppich haben sie ja auch geklebt, samt Absperrung. Das wird normalerweise nur gemacht, wenn Premiere ist oder Promis erwartet werden.
Apropos Roter Teppich. Den gibt es ja seit heuer. Nicht klein und unscheinbar wie in den Vorjahren, so dass man ihn fast verschämt versteckt, sondern richtig rot und breit und wirklich ideal für uns zum Arbeiten. Seit 15 Jahren habe ich mich für einen Roten Teppich stark gemacht. Gut Ding braucht Weile. Schließlich ist so ein banaler Teppich mehr als nur ein Farbklecks auf internationalen Fotografenbildern. Das ist ein Symbol für Oberflächlichkeit, Glamour, Eitelkeit und Verlogenheit. Das passt doch nicht zu den feinsinnigen Festspielen. So ein Teppich ist aber auch Bühne, zeugt von Professionalität und ein Must für jeden größeren Event. Jedenfalls gibt es ihn jetzt. Und das im ersten Jahr, wo ich eigentlich aufgegeben hatte, für irgendetwas im Pressebüro zu kämpfen. Ich nehme was ich kriege und mache nur noch Auftragsarbeiten und Events, für die ich bezahlt werde. Fast. Denn gestern beim Konzert hat uns für das Straßenstehen keiner bezahlt. Dann wenigstens Bilder sparen. Nur beschriftete, bearbeitete und sinnvoll archivierte Bilder sind Kapital. Wenn auch Geringes, seit die Printmedienbranche in die Knie ging.
Manchmal ist es echt schwer, gegen die Kollegen zu bestehen. Das ist wie der Versuch sich nicht von Sumoringertaktiken beeindrucken zu lassen. Er ist garantiert stärker, braucht am Roten Teppich den Platz von drei Fotografinnen und die Wahrscheinlichkeit, dass ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit des Promis zukommt, ist alleine aus eyetracking-technischen Gründen klar. Trotzdem schreien wir uns täglich die Seele aus dem Leib, um die VIPs zum Herschauen zu nötigen. Nur das Bild, wo alle zu dir schauen, zählt. Da hilft nur sich zwischen die Kollegen zu quetschen.
Wir stehen stundenlang im Festspielbezirk und hoffen, dass jemand vorbeikommt, für den zumindest der Kollektivvertrag von 40 Euro pro abgedrucktem Bild bezahlt wird. (Wird kaum mehr bezahlt. Letztens durfte ich einer bayerischen Zeitung 8 Euro verrechnen ☺)
Wir drücken trotzdem ab. Für die deutlich geliftete Mitziebzigerin im wirklich bezaubernden Kleid, die dann doch keiner kennt. Bei Donald Kahn, dem es sichtlich nicht so gut geht. Die Kollegen blitzen ihn gnadenlos nieder. Bei mir ist nach zweimal abdrücken Schluss. Das schreit mein Gewissen schon wieder Alarm. Lasst den Mann doch in Ruhe.
Warum sich Intendant Markus Hinterhäuser immer wieder aufregt, wenn ich ein Bild mit ihm mache, diesmal mehr wegen dem Krone-Redakteurs-Kollegen mache, kann ich nicht verstehen. Das wird unter Garantie nicht veröffentlicht und ist doch nur eine nette Erinnerung. Wir fotografieren uns übrigens ständig gegenseitig. Zu Beginn, um das Licht zu testen, später, um uns die Zeit zu vertreiben. Wir müssen einfach alles was wir sehen festhalten. Augenblicke einfrieren. Das ist auch eine Sucht.
Mucky Degn (Salzburgblicke, ORF) ist schon dazu übergegangen, die Kollegen zu interviewen. Sie hat es noch schwerer, den Promis Statements beim hineingehen zu entlocken. Das Festspielhaus selbst darf schon lange keiner der Societyfotografen mehr betreten. Teilweise kann ich es verstehen, denn wir sind zu viele. Alle zuzulassen, würde nicht gehen. Die Society Fotobranche hat sich verändert. Die Augenblicke, die festgehalten werden, sind nur noch inszeniert. Das wirkliche Societyleben findet woanders statt. Hinter verschlossenen Türen. Und ich muss mich während der Festspielzeit immer wieder ermahnen, dass ich über all dem Promijagen mein Leben nicht vergesse. Denn das findet nicht am Roten Teppich statt.

mangels aktueller Bilder vom Festspielbezirk: Die von gestern und vorgestern. Merkt doch eh keiner.

Samstag, 30. Juli 2011

Festspieltagebuch Teil 5: Angies alte Kleider



Man kann sagen was man will, die Lage ist heuer entspannter. Präsidentin Helga Rabl-Stadler führt das auf die langjährige Freundschaft mit Intendant Markus Hinterhäuser zurück, den ich ja wirklich auch noch nie hektisch erlebt habe. Sogar die Auffahrt mit Angela Merkel funktionierte. Ein roter Teppich und Kordeln wirken Wunder, wenn sich die Promis dann daran halten und nicht durch ein Tor vorher oder nachher spazieren. Dass Merkel ihr Festspielkleid zum dritten Mal trug, will ich nur bemerkt haben. Weder positiv noch negativ kommentiert. Ich finde es nur interessant, dass solche Tatsachenmeldungen auf fb zum Beispiel immer noch mehr Kommentare zustande bringen als jede noch so hochkarätige, intellektuelle oder politische Botschaft. Wahre Emotionen sind nur durch einfache Botschaften zu schüren. Mir geht es dabei auch immer wieder um die Quantität der Kommentare. Ist für das fb Ranking ja nicht unwesentlich.
Leider fehlt mir die Zeit, mir die Produktionen auch anzuschauen. Was ich dabei versäume wurde mir bei der heutigen Young Directors Projcect PK von Montblanc bewusst: Alleine was heuer bei Young Directors Project an kreativen Produktionen dabei ist, ist sehenswert und würde meinen Think-Tank auf Wochen motivieren. Statt dessen dränge ich mich mit Kollegen ums beste Promibild. Da stellt man schon mal seine Gesamtsituation in frage.
Zumal auch die finanziell angespannte Lage der Medien nicht zur Vergrößerung des Umsatzvolumens beiträgt. Es zählt schon lange nicht mehr das beste Bild, sondern meist das billigste. Dabei sein heißt die Devise, um Trends in der Medienpolitik nicht zu versäumen, Meinungsmacher kennenzulernen (und das ist das eigentlich interessante im Festspielgeschehen) und sich zwischen durch auch zu freuen, dass es noch Firmen gibt, die Kultursponsoring betreiben und damit sicherstellen, dass zumindest andere sich Gedanken über Ethik, Politik und Liebe machen können, während wir den Kleidern hinter herjagen und uns um wirkliche Promis und Adabeis prügeln. (dw)

Donnerstag, 28. Juli 2011

Festspieltagebuch Teil4: Die Spiele beginnen

Hier die Zensurversion unseres Fotografen-Hinter den Kulissen-Videos:



Die Spiele haben begonnen. Gleich in der früh: Aufmarsch der hohen Politik am Mozartplatz. Alles wie immer. Fischer begrüßt das Volk. Walk zum Festspielhaus, das am ersten Tag immer mehr als Straßenbühne für Demokundgebungen genutzt wird. Darunter eine Linzer Laienschauspieltruppe, die eine wirklich coole Demoidee hat: "Euer Neid kotzt mich an", ist ihre Zentralbotschaft. "Für mehr Rechte für die Reichen". Naja, wenigstens sorgen sie für bunte Bilder. Die Anti-Pelzdemo und die Für was auch immer Gesundheitsdemo geht dabei unter. Die Grünen verteilen die nicht gehaltene Festspielrede von Jean Ziegler. Schade, dass niemand die Gauck Rede verteilt. Hätte ich auch gerne in Buchform zum Nachlesen. Vormittags geht es unter den Fotografenkollegen noch recht entspannt zu.
Das ändert sich schlagartig im Goldenen Hirschen. Alle sind da und wollen Fürstin Manni fotografieren. Mamarazza und ihre 16 historische Momentaufnahmen. Fürstin Manni zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die sich trotz ihrer 92 Jahre noch intensiv ihrem Hobby und früheren Beruf, der Societyfotografie widmet. Alle, die einen Fotoapperat besitzen oder sich als Redakteure ausgeben dürfen rein und sich an der Bar im Hirschen fotografisch austoben. Sogar Berliner Kollegen sind gekommen und die drängen richtig. Manni hat ihren Spaß an dem Gedränge und Eliette Karajan sowieso. Sie kennt auch keine Angst vor der blitzenden Menge und drängt selber mittendurch. Der Hirsch war schon immer „the place to be“ und Mamarazza, wie die Fürstin liebevoll genannt wird, war immer mittendrin. Wenn sich für die anderen Fotografen die Türen schließen, dann war die Zeit der fürstlichen Bilder gekommen. Klar, dass sie auch zurück schießt. Bilder, die dann Eingang finden in ihre Alben rarer Meilensteine des Gesellschaftslebens. Aufnahmen von Legenden wie Leonhard Bernstein, Gunter Sachs, Luciano Pavarotti oder Johannes von Thurn und Taxis. An der Bar des Goldenen Hirschen kann man sie den Sommer über bestaunen.
Zur Vernissage kamen Hans Mahr, Elisabeth Auersperg-Breunner (früher Flick), Esther Salis, Eliette Karajan sowie Mannis Sohn Peter mit Schwiegertochter Sunnyi Melles.
Abends dann der Showdown vor dem Festspielhaus: Wer wird kommen? Während alle brav in der Hofstallgasse stehen, fährt Erwin Schrott mit seiner Anna Netrebko vor. Der Figaro kennt keine Schau vor der Meute und drängt sich mit seiner Anna den Weg zwischen den Fotografen frei. Dann kommt Stoiber, jetzt wird es ernst. Warum exakt bei Sylvia Leifheit und Gabriel Barylli das Gedränge keine Grenzen kennt, versteh ich selber nicht. Die bleiben doch ohnehin geduldig stehen. Und wer ist der Neue an Begums Seite? Das rätseln die Redakteure und Fotografen gemeinsam. Vorerst gehen wir ohne Antwort aus.
Wir sind ob der Promibeute alle ganz zufrieden. Ein Sportfotograf, der sonst selten Society macht, weiß jetzt, woher der schlechte Ruf der Branche kommt. Aber eines sei klar gesagt: Es gibt solche und solche. WIR SIND DIE GUTEN :)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Festspieltagebuch Teil3: Placement als Minenfeld bei der ISA GALA



Die ISA Party (Internationale Salzburg Assocoiation) ist ein Zusammenschluss kultur- und wirtschaftsinteressierter Salzburg-Freunde (aus dem schwarzen Lager). Traditionell feiern sie vor Festspielbeginn. Heuer einmal mehr in Leopoldskron. Das präsentierte sich dank Wetterglück wirklich wie im Märchen. Wilfried Haslauer, als LH Stv. Präsident der ISA sprach vom Zauber des Augenblicks. Aber auch von der Vergänglichkeit, die die Besucher beim achtstündigen Faust dann sicher auch herbeisehnen. Gleich zu Beginn erzählte er entwaffnend ehrlich, dass das Placement bei so einer Party wie „Tempelhüpfen im Minenfeld“ ist. Prominenz vom deutschen Verkehrsminister Peter Ramsauer, über Wolfgang Porsche, Elisabeth-Maria Schäffler, Renate Thyssen-Henne, Fürstin Manni (92), die heute im Goldenen Hirschen ihre Vernissage hat, Präsidentin Helga Rabl-Stadler (ganz in Rot, wegen MacBeth „Ihr werdet das Kleid noch öfter sehen“), Herbert Batliner, Gerda Duijsik und Konstantin Klien, Doraja Eberle, Karlheinz Essl, Suzanne Harf, Elisabet Hirnigel, Hans Himmer, Hans Mahr, Josef und Waltraud Wöhrer, Wilhelm und Mari Holzbauer, Thaddaeus Ropac, Markus und Olga Winkler, Regina Ovesny-Straka sowie Vizekanzler Michael Spindelegger mit seiner Frau Margit genossen das Menü von Caterer Sepp Schellhorn: Sommerlicher Salat mit Reinanke und Äsche vom Mondsee, Sellerietascherl mit gerösteten Eierschwammerl und Steinpilzen, Vögerl vom Pinzgauer Milchkalb mit jungem Gemüse und Püree, als Dessert ein mit Beeren gefülltes Schokoladen Ei.
Hinter den Fotografenkulissen ging es relativ friedlich zu. Drei deutsche Societykollegen, die allerdings wussten sich perfekt zu benehmen. Profis eben. Und wir Salzburger. Draußen war genug Platz, die Promis geduldig. Dass wir danach nicht beim Essen fotografieren dürfen ist ist nur recht. So können wir abends in Ruhe die Bilder bearbeiten und der erste Vorfestspieltag endet samt Bilderversand gegen 01.00 Uhr.

Sonntag, 24. Juli 2011

Festspieltagebuch Teil2: Entspannt beim Fest zur Festspieleröffnung



Die Lage ist entspannt wie schon lange nicht mehr. Eine neue Freundlichkeit scheint im Festspielhaus Einzug gehalten zu haben und das beste: Sie scheint ansteckend zu sein.
Gleich in der Früh ist die Balkenhol Vernissage und der Künstler ist anwesend. Das ist der, der für die Goldene Kugel samt Manderl am Kapitelplatz verantwortlich ist. Seine Werke passen perfekt ins Festspielhaus und Präsidentin Helga Rabl-Stadler will sie nach Saisonschluss auch ungern wieder hergeben. Dafür bräuchte es aber noch Sponsoren. Balkenhol findet man auch im Berliner Reichstag. Dort ist es einfacher, Geld für Kunst zu lukrieren, denn bei öffentlichen Bauten muss ein bestimmter Prozentsatz auch für Kunst für den Bau ausgegeben werden. Wär auch mal eine Idee für Österreich und seine Künstler ☺. Übrigens: Die Präsidentin und ihr Intendant sind freiwillig zum Foto mitgekommen. Intendant Hinterhäuser freilich erst nach präsidialem Verweis: „Stell dich dazu, du bist der Intendant.“ In der Früh will Hinterhäuser noch nicht fotografiert werden. Mittags und nachmittags will er eigentlich auch nicht und abends sowieso nicht, aber als Intendant muss man eben mal. Ein bisserl hat er das schon eingesehen – oder er hat ein Einsehen mit unserer misslichen Lage. Denn Bilder ohne Intendant gehen zumindest rund um die Eröffnungstage gar nicht.
Das ist wie beim Jedermann. Der ist eben so was wie der Salzburger Faschingsprinz. Nicolas Ofczarek hat sich zumindest nach außen hin damit abgefunden und sieht das sehr cool. So cool, dass er noch eine halbe Stunde vor seinem Auftritt für Fotos und Interviews nach der ORF Aufzeichnung zur Verfügung steht. Da werden die Fotografen schon nervöser als er selbst – „müssen sie nicht auf die Bühne?“
Auch die Autogrammstunde (Teil des Fests zur Festspieleröffnung) lief erstmals seit 10 Jahren oder noch länger ohne Gedränge ab. Das untere Pausenfoyer war für den Zweck perfekt geeignet. Der Fotografendompteur HG ließ uns vor den Stars hinein (zwecks kennenlernen der Namen auf den Autogrammkarten, damit wir wenigstens alle zuordnen können.) Danke Hannes!
Dann 2 Minuten ohne Autogrammjäger. Die Stars standen nur für uns Fotografen parat. Gut gelaunt und nett. Wir durften bleiben, solange wir wollten. Wir waren ohnehin nach 15 Minuten fertig. Alle hatten alles. Geht doch. Die Topstars des Festivals fehlten allerdings am Autogrammtisch. Vielleicht war deshalb alles so friedlich. Aber die hatten wir ja schon an den Tagen davor. Noch ein Grund mehr, entspannt in die Saison zu gehen. Hoffentlich bleibt das so. Ach ja .... und die deutschen Kollegen kommen ja erst.

Montag, 18. Juli 2011

Festspieltagebuch Teil1: Annas Liebesduett und Christian Thielemanns starker Schlag

Ich glaube ich sollte wieder mein Festspieltagebuch schreiben. Auch wenn ich mir dabei nichts Gutes tu. Schließlich will ich (fast) ehrlich berichten, wie es hinter den Kulissen unseres Fotografenbusiness zugeht. Alles kann ich nicht schreiben. Manchmal muss man Informationen oder Bilder einfach weglassen. Zum Schutz der Promis und manchmal auch zum Selbstschutz.

Der Preparty-Reigen hat begonnen. Gleich zwei Veranstaltungen parallel: Anna Netrebko und Erwin Schrott luden im Schlosshotel Fuschl zum sehr exklusiven Charity Dinner. Hier sind wir EINGELADEN. Nicht nur zum Berichten und Fotografieren. Hier dürfen ausgewählte lokale Society-Fotografen und Journalisten Gäste sein, um Emotionen hautnah schildern zu können. Fotos einer Opernromanze, die mehr sagen, als ein 5 Minuten Society-Abschussbild. Und außerdem: Wenn die ersten Salzburg Bilder von Netrebko & Schrott draußen sind, wird der Kampf ums erste Bild weniger hart.
Wildbild Fotograf Günter Freund durfte als Netrebko-Fan diesen Termin natürlich nicht versäumen.



Auch die Festspiele baten zum Künstlerfest. „Fotografen und TV-Teams sind ab 19.30 Uhr bis zum Bieranstich zugelassen.“ ZUGELASSEN. So liest sich die Presseaussendung dazu. Dass dann der Bieranstich schon um 19.00 war, ist Künstlerpech für die Fotografen, die nicht schon früher kamen. (Im Vorjahr mussten übrigens alle vor der Türe warten, die zu früh kamen). Dirigent Christian Thielemann war gerade in Stimmung zum Anschlagen. Ich kam rechtzeitig, schaffte es noch die Karte in die Kamera zu schieben und schon schlug Thielemann auf das Fassl ein. Nur ein Hieb. Ein explosionsartiger Spritzer- und die Sache war erledigt. Kollegin KJ, die extra aus Lofer für den mittlerweile schon traditionellen Bieranstich gekommen war, hatte Pech gehabt. Schön, dass Christopher Maltman, Bo Skovhus und all die Künstler soviel Geduld hatten, sich dann den Fotografen zu stellen. Danke auch dem Presseteam für die Identifizierung des einen oder anderen Künstlers. Bis zum Ende der Saison kennen wir euch. Versprochen.
Ungewöhnlich lange blieben auch Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Regisseur Peter Stein im feuchtkalten Garten. Kurz nach 20.00 traf dann unser Presseliebling Ben Becker mit Totenkopf-St. Pauli Shirt und Lederhose ein. Posierte geduldig und stellte sich auch gerne noch mal mit Wirt Hannes Bachmann zum Bierfassl. Für alle, die den Bieranstich versäumt hatten.
Ach ja und bevor ich es vergesse: Danke, dass ich in der exklusiven Runde der Zugelassenen sein darf. Ich hoffe es bleibt auch so, denn ich geb ja unumwunden zu: Ich brauche euch.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Tagebuch von Praktikantin Maxi



Praktikum bei Wildbild. Ein Traum für jeden Fotografen-Praktikanten. Das Klima und Feeling im Studio ist für mich aufregend. Wie im Film. Die Mitarbeiter super nett und sie haben es richtig drauf. Ich wurde sofort ins Team integriert und bekam sogar eine eigene Kamera für mein Making of. Nach den Studio-Shootings für die die Chefin ihre ganzen Geheimkammern ausgeräumt hat (vom Volleyball bis zum Kletterseil war alles dabei), starteten wir zu FUSS!! zu einem Fototermin mit dem Hasen Felix. Ich war ganz aufgeregt! Soo hoher Besuch!!
Nach dem doch nicht so langem Aufenthalt meines Kindheit-Stars (er nahm sich für das Krone Shooting nur 2 Minuten Zeit) marschierten wir wieder zurück ins Studio und machten uns danach bereit für die riesen Show bei Hyundai. Abendgarderobe war angesagt. Sehr schick machten Doris und ich uns auf den Weg. Ich hatte gleich eine große Aufgabe zu bewältigen: Ich musste den Showmitschnitt filmen. Hab es aber Gott sei Dank ganz gut gemacht - hoff ich doch oder Frau Chefin? Die Anspannung war extrem. Trotzdem war es überwältigend zu sehen, was als Top-Fotograf auf mich zukommt. Es war das beste Praktikum überhaupt und ich würd es immer wieder machen. Vielen Dank liebes Wildbild-Team, ich habe sehr viel gelernt von euch - ihr seit SPITZE!! (ma)

Praktikantin bei wildbild. Für uns heißt das normalerweise Mehrarbeit. Mehr aufpassen. Begeisterung sieht bei mir (Chefin Doris) anders aus. Diesmal: Ich war überrascht. Obwohl erst 15 Jahre alt war Maxi gleich eine Checkerin. Fragt nicht viel handelt. Schaut zu, hilft im richtigen Augenblick mit, stellt wenige aber intelligente Fragen. Danach eine Kindergeschichte für die Krone. Nachdem sie sich am Vormittag im Studio recht gut anstellt, darf sie abends mit zum Event. Wie spannen sie sogar gleich ein. Sie darf den Gesamtmitschnitt der Showeinlage filmen. Wir haben zwar Plan B (ich war schon am Vortag dort) aber eine durchgehende Tonspur haben wir noch nicht. Maxi ist sichtlich nervös, aber da muss sie jetzt durch. Sie will ja was lernen. "Learning by doing" ist meine Devise.
Ich bin vom Ergebnis überrascht. So gut hatte ich das gar nicht erwartet. Was Bildausschnitte betrifft: Ein Talent.
Tag darauf treffen wir uns beim Designerflohmarkt am Kapitelplatz. Ein paar Pressebilder für die Altstadt, Presseaussendung dazu, Social media für den Kunden. Auf zum nächsten Termin: Wieder Studio. Wir arbeiten den zweiten Tag und auch heute ist wieder 12 Stunden Programm. (Für alle die jetzt an Sklavenarbeit denken: Es gab Pausen und verhungern muss niemand.) Abends dann Party am Kajetanerplatz. Party für die anderen. Wir arbeiten. Maxi beschränkt sich auf Assi-Sein. Tasche tragen und Lernen durch zusehen.
Tags darauf muss sie noch einmal zeigen was sie gelernt hat: Eventfotos beim Schulschlussfest im Europark. Der erste Durchgang. Ok. Ich zeige ihr noch mal, wie man bei manchen Bildern noch besser steht, noch mehr Leben reinbringt. Zweiter Durchgang: Echt gelungen. Vor allem die gestellten Bilder sind wirklich pressetauglich. Schade, dass wir Maxi jetzt wieder hergeben müssen und da sie aus Bayern ist, hat sie sogar noch drei Wochen Schule.

Sonntag, 26. Juni 2011

wildbild shootet Trachtenmode Fotos für das Traditionsunternehmen Lanz



Trachtenmode Lanz ist die prominenteste Salzburger Trachtenadresse. Fotograf Günter Freund von wildbild durfte die neue Kollektion fotografieren. Zugleich entstand ein web video mit Making of Charakter. Es sollte ein unkompliziertes Shooting sein, teilweise mit Laienmodels. Drei Tage waren anberaumt, dennoch galt es, möglichst schnell zu sein, denn es war ungewiss, ob am 3. Tag das Wetter halten würde. Salzburg hat zwar für diese Zwecke die perfekte Kulisse - das perfekte Wetter spielt nicht immer mit. Diesmal aber doch. 2 tage perfekt. In zwei tagen war Günter fertig. Die Models hatten Spaß, Günter auch, Max war als Assi aktiv und sorgte auch mit gezielten Videomitschnitten für ein perfektes Making of. Das web video wird für facebook und youtube verwendet, bei Präsentationen zur Auflockerung gezeigt und kann natürlich auch auf Smartphones und ipads gezeigt werden. Die Bilder sind für Katalog, Homepage, Pressebilder, .. vorgesehen. Eine multivisuelle Ausbeute für zwei Tage Shooting.

Dienstag, 24. Mai 2011

WIFF Catering zur Kunstquartier Eröffnung



Der Salzburger Pressverein lud am 20. Mai zur offiziellen Eröffnung und am 21. Mai 2011 zum Tag der offenen Tür des KunstQuartiers, der ehemaligen Druckerei in der Bergstraße 12, ein. Das Catering hatte das WIFF übernommen. Weiß gedeckte Tische fanden sich in den alten Gewölben. Highlight gleich beim Aperitif war der Erdbeer Smootie, der bei den warmen Temperaturen für Erfrischung sorgte!
Am Samstag war das gesamte KunstQuartier von 11 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich - alle Partner im KunstQuartier - Camerata Salzburg, Gesangsstudio Canta, Universität Mozarteum Salzburg, Paris Lodron Universität Salzburg, Geigenbau Mücke-Elschek, Gute Fahrt Verkehrspsychologie, Kirchenzeitung Kooperation, Salzburger Amateurtheaterverband, TSB Architekten und Verlag Anton Pustet - stellten sich mit einem reichhaltigen Programm vor:
60 Veranstaltungen, Ausstellungen, Kreativ-Workshops, Lesungen, Proben, Musikalische Programme, Theater u.v.a mehr für Kinder wie auch für Erwachsene zeigten, dass sich mit dem KunstQuartier ein weiteres innerstädtisches Zentrum für Kunst, Wissenschaft und Kultur etabliert.
Die WIFF Caterer sorgten nicht nur für Buffet und den beliebten Erdbeer-Smoothie sondern bauten auch eine Wiegeliege vor dem Eingang auf. Wer mit der Glocke läutete, dem fächelte der WIFF Chef persönlich Frischluft zu. Ein Extraservice bei den tropischen Temperaturen, das auch Hausherr Gerald Klonner zu schätzen wusste.

.. und auch hier haben wir eine Gewinnfrage: "Welcher Drink der WIFF Caterer hat sich als Highlight entpuppt?"
die auf unserer Fanseite beantwortet werden kann.
Zu gewinnen gint es ein Sektfrühstück für 4 Personen im WIFF.


Mittwoch, 18. Mai 2011

Fotoworkshop für die ÖHV Hotelbranche



Beinah täglich dürfen wir auf den schönsten Arbeitsplätzen unserer Berufung nachgehen: Fotografieren. Diesmal war es wieder einmal eine Fotoschulung für die ÖHV im Rahmen der Social Media Koordinatorenausbildung. Standort für die idyllischen Fotoübungen: Der Karnerhof in Egg am Faakersee. Schilf, Wasser, Blumenwiesen, Berge und pralle Sonne. Genau richtig zum Üben. Statt Halbschatten gehen wir lieber ganz in den Schatten. Im Sonnenlicht blitzen wir manchmal auf. Bei perfekten Lichtverhältnissen macht man auch mit Kompaktkameras gute Bilder. Vor allem bei den Landschaftsbildern merkt man kaum einen Unterschied. Schon bei den Actionbildern scheiden sich die Geister. Die mit den kleinen Kompakten tun sich schwerer, den Sprung am Idealpunkt zu erwischen. Die Auslöseverzögerung muss man einkalkulieren. Wer also den Schnappschuss erwischen will, muss vordenken. Ich versuche die Teilnehmer aus der Hotelbranche für Hintergrundlinien zu sensibilisieren. Bäume sollten nicht aus den Köpfen wachsen, Querlinien im Nackenbereich und Augenbereich sind besonders störend. In Innenräumen das weiche Licht nutzen und mit dem Licht, nicht gegen das Licht fotografieren. Ich könnte stundenlang über perfekte Bilder reden, doch die Zeit drängt. Schließlich wollen wir auch noch das Thema Web Videos für den Social Media Einsatz streifen. Schaffen wir es, in rund einer Stunde von unserem Workshop ein fix und fertiges Video zu drehen? Wir lernen die Unterschiede zwischen Imagevideos und kleinen Web-Beiträgen kennen. Was ist einfach möglich, wo kann man mehr herausholen, wenn man einen Profi engagiert? Ab wann kommt man nicht umhin, einen Fotografen oder Kameramann zu engagieren? Ganz einfach: Bei allem, das für längere Nutzung oder Image vorgesehen ist sowieso. Bei allem wo man mit seinem Können und Equipment ansteht - auch. Wer nur eine Kompaktkamera hat, wir schnell einsehen: Bei Landschaftsaufnahmen und Schnappschüssen von Wanderungen oder touristischen Aktivitäten geht es noch. Soll mehr Action ins Spiel, ist Schluss mit Selbermachen. Bei aussagekräftigen Portraits oder Pressebildern sowieso (außer man hat schon viel Übung und eine Spiegelreflexkamera samt externem Blitz und Normal- und Teleoptiken). Wenn ein großer Event ansteht hat man als Hotelier sowieso wichtigeres zu tun, als jedes Detail persönlich im Bild festzuhalten. Schließlich sind da ja meist auch noch die Gäste, um die man sich kümmern sollte.

Sonntag, 1. Mai 2011

10 Jahre Reindl Bau in Mondsee



Wildbild Fotograf Günter Freund war beim 10jährigen Jubiläum von Reindl Bau in Mondsee engagiert. Caterer Gerald Kienesberger hatte das Firmenevent samt Party organisiert. Der Mondseer Bauunternehmer Matthias Reindl hat sich auf Hochbau, Holzbau und Baustoffe spezialisiert. Zum Jubiläumsevent durften natürlich auch Promis nicht fehlen. Reindl Bau sponsert die Sportler Max Schirnhofer (Judo) und Rupert Hödlmoser (Radrennfahrer), klar, dass die nicht fehlen durften, ebenso wie die lokale Politik: Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl, Wirtschaftsbundobfrau BR Angelika Winzig, Bürgermeister LAbg. Anton Hüttmayr, LAbg. Michaela Langer-Weninger, sowie Kollegen aus der Baubranche wie KR Hans Asamer vom Betonwerk Asamer, Walter Eder vom Ziegelwerk Eder in Peuerbach, Erwin Baumgartner, GF Dihag Dämmstoffe in Neumarkt/Wallersee und Robert Knauseder vom Bauzentrum Hannak. Auch die Bürgermeister des Mondseelandes waren gekommen. Tags darauf stand noch der Tag der offenen Tür samt Hendlbraterei am Programm.
Für wildbild Fotograf Günter ging es an dem Abend darum, eine Fotoreportage samt Presseaussendung zu erstellen.