Sonntag, 8. August 2010

Kleider deja vu an Frau Merkel. Muss Deutschland so sparen?



wildbild Fotograf Günter und Fotografin Nadine übernahmen heute die Festspielschicht. Premiere Elektra. Promis: siehe gestern plus Merkel. Mit dieser Prognose starteten die beiden in den Festspielbezirk. Schaulaufen, Red Carpet, keine Zeit für Interviews, bestenfalls Wortfetzen. Was soll man da schon schreiben? Wenn uns nicht Frau Merkel ein visuelles deja vu bereitet hätte. Schon beim Bearbeiten der Bilder kam mir das Kleid bekannt vor. Ein Blick in unsere Bilddatenbank und der Beweis war erbracht: Deutschland muss wirklich sparen. Die können sich für ihre Kanzlerin kein neues Kleid mehr leisten. Oder ist das als Signal an alle gedacht? Schluss mit Geldausgeben für Dinge, die nicht unbedingt notwendig sind. Man kann ein schönes Kostüm auch mehrmals tragen. Auch in der gleichen Stadt, zum fast gleichen Anlass. Unsere Festspielpräsidentin macht es ja vor: Ihre Talbot Runhof Kleider sind zeitlos schön. Aber als Kanzlerin? Sollte sie, die es sich sicher leisten kann, nicht die deutsche Wirtschaft unterstützen und die deutschen Kleidermacher fordern? Was auch immer sie tut, wer an der Front steht macht Fehler. Vor allem in solch banalen Belangen, wo ja jeder mitreden kann. Dabei sollten wir über die Oper diskutieren. Über Kunst. Um nichts anderes geht es bei den Festspielen. Nicht um Wirtschaft, nicht um Seilschaften, schon gar nicht um banale Äußerlichkeiten wie Kleider oder Aussehen. Es geht um Kunst, um Musik um das Leben. Und Leben ist auch Lifestyle. Womit wir wieder bei der allzu banalen Kleiderfrage wären. Ich weiß, liebe Festspielverantwortlichen ... kann denn nicht irgendwer diese Societyjournalisten abschaffen??

4 Kommentare:

  1. wehe die hochintelligente Frau Merkel, würde wieder einen neuen Fetzen tragen???? schon kämen total negative Kritiken die sie überflutetn würde. Diese Dame kann einem leid tun, nur weil Frau nicht wie diese reichen gelifteten tussen aussieht!! Artifizielle Schönheit und dabei noch extrem intelligent zu sein, vereinbaren sich meist selten....... Eine Frau hat es in so einer Position wie derer von Frau Merkel... so oder so recht schwer, noch dazu bei einem stets ''immerallesschonvornherein'' kritisierenden Volk.

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  2. Werte Frau Wild,

    Leute Ihres Schlages können es sich wohl gar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die etwas Wichtigeres zu tun haben als über ihre Kleidung Buch zu führen!!
    Das ist so lächerlich, dass einem die Worte fehlen! Haben Sie nichts Besserees zu tun? Irgendetwas Sinnvolles, das die Welt auch weiterbringt?
    *kopfschüttel*

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  3. Werter Herr/Frau Anonym,
    ich sehe meine Aufgabe nicht darin, die Welt weiterzubringen. Mein Job ist Unterhaltung. Mein Werkzeug dazu die Camera. Ich sehe und stelle fest. Keine Frage, es gibt Wichtigeres. Scheinbar Unwichtiges kann bedeutendere Konsequenzen haben. Die Modebranche ist für die Gesamtwirtschaft nicht unwichtig. Die erste Frau im Staat kann wenig machen, das nicht Mitbedeutungen in alle Richtungen streut. Und wenn die Bedeutung auch ist: Es gibt wichtigeres als Klamotten, dann ist auch das ein Signal. Mit welcher halbwichtigen Konsequenz auch immer. Lächerlich finde ich das nicht. Und wieviel Zeitbudget nutzen wir wirklich sinnvoll?

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  4. A witz! Traurig sag I nur! WomiT sich die leut beschäftigen? traurig wie verblödet Das volk ist

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